Mähroboter Test – was bieten die motorisierten Schafe?

Mähroboter TestNie mehr Rasenmähen? Glaubt man den Versprechungen der Anbieter, sorgt ein Mähroboter für entspannte Freizeit. Statt lästiger Plackerei soll endlich Zeit für die schönen Seiten des Gartenlebens bleiben. Doch auch wenn die Technik bereits seit einigen Jahren auf dem Markt ist – ein selbstverständlicher Anblick sind die vollautomatischen Rasenmäher noch nicht.  

Mähroboter halten den Rasen konstant kurz und liegen voll im Trend. Wer das rollende Rasenwunder erleben möchte, sollte bei Kauf und Installation jedoch auf einige Aspekte achten.

Wie gut funktionieren Mähroboter wirklich? Und für wen lohnt die Anschaffung?

Gleich eine ganze Reihe an Herstellern ist mit Mährobotern am Markt vertreten. Zu den beliebtesten und bekanntesten Mähroboter Modellen gehören unter anderen Gardena R40Li, Husqvarna Automower 305 und der Robomow RM510. Rein optisch muten dabei alle Mähroboter ähnlich harmlos an. Sie ähneln eher einem robusten Spielzeug als klassischem Gartengerät. In ihrem Inneren verbergen die Rasenwunder allerdings eine ausgetüftelte Technik – und messerscharfe Klingen. Diese bringen sie überall dort zum Einsatz, wo man sie lässt: je nach Ausstattung orientieren sich die Roboter an integrierten Gras-Sensoren oder einer vergrabenen Induktionsschleife, häufig kombiniert mit einer GPS-Navigation. Laserstrahlen, wie sie etwa bei Saugrobotern für Orientierung sorgen, sind im luftigen Gelände dagegen ungeeignet.

Mähroboter GartenBevor der Gartenfreund seinen Mähroboter auf die Halme loslässt, muss er also sein Terrain abstecken. Auf kleinen und abgegrenzten Rasenstücken ist das kein Problem. Für großflächige Anwesen bieten die Hersteller zusätzliche Begrenzungskabel sowie Anschlussklemmen und Haken zur Befestigung. Der neue Gardena R70Li kürzt damit bis zu 700m² Rasenfläche akkurat auf die gewünschte Länge. Die Automower von Husqvarna gibt es mit Reichweiten von 500m² bis 6.000m², wodurch sie auch gewerblichen Ansprüchen genügen. Robomow bietet auch Modelle für kleinere Gärten mit einer Rasengröße bis zu 200m² an.

Ob der Mähroboter systematische Bahnen zieht oder den Rasen kreuz und quer abgrast, spielt für das Ergebnis keine Rolle. Entscheidend ist allerdings die Akkuleistung. Je größer die Rasenfläche ist, desto stärker sollte der Akku sein. Denn auch der beste Akku verringert nach rund 1000 Ladezyklen seine Kapazität. Wenn er seltener an die Ladestation muss, hält er also länger. Zugleich sollten die Geräte kontinuierlich im Einsatz sein. Wie bei Saugrobotern gilt: die automatisierten Helfer sind nicht für grobe Arbeiten konzipiert. Extrem hohe Halme, Unebenheiten und Verschmutzungen überfordern sie. Wer gute Ergebnisse erzielen möchte, muss dem Mähroboter deshalb die richtigen Bedingungen bieten: einen grundgepflegten Rasen hält er zuverlässig kurz. Für die Rasur von kräftigem Wildwuchs braucht man zusätzlich einen klassischen Mäher.

Mähroboter Vergleich

Vergleichstabelle mit Mährobotern für eine  Rasenfläche von 400m² bis 800m² mit den wichtigsten Daten.

Hersteller und ModellGardena R40LiMähroboter Gardena R40LiGardena R70LiMähroboter Gardena R70LiHusqvarna Automower 305Mähroboter Husqvarna Automower 305Husqvarna Automower 308Mähroboter Husqvarna Automower 308Robomow RM510Mähroboter Robomow RM510
Unverbindliche Preisempfehlung1349,00 Euro1649,00 Euro1499,00 Euro1799,00 Euro1299,00 Euro
Maximale Rasenfläche400m² +/-20%700m² +/-20%500m² +/-20%800m² +/-20%500m²
LadesystemAutomatischAutomatischAutomatischAutomatischAutomatisch
Ladezeit90 min70 min90 min70 minCa. 16 Std
Arbeitszeit60 min60 min60 min60 minCa. 3:20 Std
Maximale Steigung25%25%25%25%33% (18°)
Schnittbreite17 cm17 cm17 cm17 cm18 cm
Schnitthöhe min - max20 - 50 mm20 - 50 mm20 - 50 mm20 - 50 mm20 - 80 mm
DiebstahlschutzPIN-Code, AlarmPIN-Code, AlarmPIN-Code, AlarmPIN-Code, AlarmPIN-Code, Alarm
Hebesensor / NeigungssensorJA / JAJA / JAJA / JAJA / JAJA / JA
Maße L x B x H58 x 46 x 25,5 cm58 x 46 x 25,5 cm55 x 39 x 25 cm55 x 39 x 25 cm64 x 52 x 30 cm
Gewicht7,4 kg7,5 kg6,7 kg6,8 kg17,6 kg

Mähroboter Kaufempfehlung

Welches Mähroboter Modell für welchen Garten?

Mähroboter sind mittlerweile technisch so ausgereift, dass sie auch in privaten Gärten zum Einsatz kommen. Selbst renommierte Testinstitute bescheinigen den motorisierten Schafen gute Werte bei Mähleistung, Installation und Wartungsaufwand. Angesichts der hohen Preise überlegen Gartenbesitzer allerdings zweimal, ob sie sich einen der neuen Rasenroboter anschaffen. Empfehlenswert sind nur Modelle, die optimal zum Grundstück und seinem Bewohnern passen. Die folgenden Kriterien helfen bei der Entscheidung.

Rasengröße

Mähroboter RasenDas erste Kriterium bei der Wahl eines Mähroboters ist die Rasengröße. Denn anders als herkömmliche Mäher ist der automatische Gartenhelfer exakt auf eine bestimmte Arbeitsfläche ausgelegt. Wählt man einen unterdimensionierten Mähroboter, bleiben manche Halme ungestutzt. Das Gerät muss häufiger in die Ladestation und verschleißt daher schnell seinen teuren Akku. Außerdem: wenn das Gras zu lang wird, fällt das Mulchergebnis schlechter aus. Wer aus Kostengründen einen zu klein bemessenen Rasenmäher kauft, spart daher am falschen Ende. Hersteller wie Husqvarna bieten eine ganze Palette an Modellen für unterschiedliche Rasengrößen an. Auf weitläufigen Grundstücken lässt sich die Mähzeit durch ein integriertes Solarmodul verlängern.

Geländeart

Rechtwinklig angelegte Rasenflächen sind für den Mähroboter ein Kinderspiel. Kniffliger wird es jedoch, wenn die Parzellen durch Wege und Beete getrennt sind oder wenn unterwegs Hindernisse lauern. Hier benötigt man ein Modell, das auch für anspruchsvolles Gelände ausgelegt ist. Als vorteilhaft erweisen sich speziell Roboter mit Vierradantrieb, für die auch Steigungen kein Problem sind.

Tipp: im hügeligen Terrain zeigen vor allem die schwergewichtigen Mäher ihre Stärken. Der acht Kilogramm schwere Gardena R70Li bewältigt etwa bis zu 25 Prozent Steigung. Damit er keine Büsche, Spielgeräte oder Gartenbänke anfährt, warnt ein Kollisionssensor vor Hindernissen.

Mähroboter Sicherheit

Mähroboter SicherheitFeststehende Objekte erkennt der Sensor zuverlässig. Aus der Sicht eines Mähroboters sind allerdings Haustiere und spielende Kinder unberechenbare Elemente. Ihre Bewegungen kann er kaum deuten und die Reaktionen nicht vorhersagen. Etwas Vorsicht ist daher angebracht. Solange der Mähroboter flach auf dem Rasen steht, kann nichts passieren. Kritisch wird es erst, wenn man ihn kippt oder anhebt: dann sollten die Messer sofort stoppen. Leider konnten hier im Test nicht alle Geräte überzeugen. Mit den Mähern von Husqvarna oder Gardena ist man jedoch auf der sicheren Seite.

Sicherheit spielt außerdem nicht nur Blumen, Hunde und Kinder eine Rolle. Angesichts des stolzen Preises sollte man auch den Mähroboter mit einem PIN-Schutz gegen Diebstahl sichern. Gute Modelle haben diese Funktion bereits integriert.

Wie benutzerfreundlich sind Mähroboter?

Eine gewisse Vorleistung gehört dazu. Einige Modelle sind so clever, dass sie die Rasenflächen selbst erkennen. Bei den meisten muss man jedoch einen Begrenzungsdraht verlegen. Wenn das erledigt ist, steht etwas Programmierarbeit an. Die hochwertigen Mähroboter erlauben eine Vielzahl an individuellen Einstellungen: von genau definierbaren Mähzeiten über die gewünschte Schnitthöhe bis zur Art der Fahrwege. Angst vor der Installation muss man dabei nicht haben. Die Tester attestieren durchweg anwenderfreundliche Programme, die sich auch jederzeit unkompliziert anpassen lassen.

Was ruhebedürftige Gartenbesitzer freut: viele Mähroboter arbeiten so leise, dass man sie auch während der Mittagsstunden oder am Sonntag fahren lassen kann. Die Automower von Husqvarna schnurren etwa mit rund 62dB über den Rasen, Gardenas neuer R70Li dimmt den Geräuschpegel auf 58dB herunter. Ohrenfreundlicher geht es nicht.

Fazit

Mähroboter Test FazitDas Rasenmähen hat noch nie so viel Spaß gemacht wie mit einem Mähroboter!
Die elektrischen Schafe gibt es bereits seit 1995, so dass die heutigen Geräte sehr ausgereift und zuverlässig sind. Mähroboter arbeiten effektiv, sicher, leise und umweltfreundlich. Sie sorgen für einen top gepflegten, schönen Rasen und für mehr Freizeit. Weitere Pluspunkte sind die einfache Installation und Benutzerfreundlichkeit. Einzig der hohe Preis schreckt noch viele Gartenfreunde vor dem Kauf ab. Man muss aber bedenken, dass man dafür das wichtigste Gut der Menschen bekommt: Zeit!